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Maibaum
1980 gelang es uns, den schon lange gehegten Wunsch zu erfüllen, in Höslwang einen Maibaum aufzustellen, wenn auch unter großem finanziellen Aufwand.
Ein großes Verdienst kommt dabei auch dem damaligen Bezirksheimatpfleger Rattelmüler, München, zu, der die Höslwanger bei Ihrem Vorhaben beriet, und auf dessen Vorschlag die Zunftzeichen gewählt wurden.
Die Zeichen wurden aus Aluminium gefertigt und an geschmiedete Traversen montiert. Die künstlerische Gestaltung übernahm Herbert Hunger.
Am 1. Mai 1980 wurde dann der weißblau gestrichene Maibaum mit kräftigem „Hauruck“ und unter Zuhilfenahme von „Schwaiberln“ aufgestellt. Dieser Tradition, den Maibaum nur mit Muskelkraft aufzustellen, ist der Burschenverein bis heute treu geblieben, und so wird seitdem alle vier Jahre ein neuer Maibaum aufgestellt. Nur der dritte Höslwanger Maibaum, von 1988, stand nur zwei Jahre, denn am 12. März 1990 tobte ein gewaltiger Sturm, der so stark war, dass sich die Eisenschienen verbogen und der Baum eine gefährliche Schräglage bekam. Er drohte auf das Gasthaus Gehrlein zu stürzen. In einer Blitzaktion wurde der Maibaum mit Seilen gesichert und am nächsten Tag umgelegt.
Im nächsten Jahr wurde ein neues Fundament gebaut (20 Kubikmeter Beton und doppelt verstärkte Eisenschienen), das so ausgelegt wurde, dass es den am 1. Mai 91 zum erstenmal in Höslwang aufgestellten stärksten Maibaum Bayerns aushielt. Der Nachfolger dieses Baumes (1996), hat gleich zwei Rekorde gebrochen. Er war wiederum der stärkste Bayerns (größtes Volumen) und wohl der am weitesten fortgestohlene, nämlich ins ca. 100km entfernte Finsing bei Erding.
Am 1. Mai 2000 wurde ein weiterer Rekordbaum mit Hilfe der Vogthareuter Diebe aufgestellt.
Mit den sehr gelungenen Zunftzeichen, die 2000 renoviert wurden, prägt der Maibaum das Dorfbild von Höslwang ganz entscheidend und ist daraus nicht mehr wegzudenken.
Am 1. Mai 2004 wurde in Höslwang wieder einer der stärksten Maibäume Bayerns aufgestellt. Stärkster, in Bezug auf Volumen (7 Festmeter) bzw. Gewicht(4,2 t) Der Baum hat eine Länge von 33 Metern und einen Stammdurchmesser non 1,05 m. Der Baum für 2004 wurde bereits im Dezember 2002 geschlagen. Bereits im Juni 2003 wurde der Baum von den Piezingern gestohlen, mittels Schiff über den Simssee gezogen und an einer schwer zugänglichen Bucht gelagert. Kurz darauf suchten mehrere Nachbarvereine das Versteck auf. Im August 2003 wurde der Baum kurzerhand von der Landjugend und dem BMW-Club Vogtareuth gestohlen. Dabei musste der Baum wieder über den See gebracht werden. Mit Fischerbooten brachte man das stolze Stück auf die gegenüberliegende Seeseite, wo es dann wiederum versteckt wurde. Die neuen Diebe bekannten sich erst im März zu dieser "Tat". Nach zähen Verhandlungen einigte man sich auf 350 Liter Bier sowie einer Brotzeit. Leider spielte beim Aufstellen das Wetter ein bisschen verrückt! Die Besucher blieben uns aber treu. Der erfolgreiche Tag wurde mit einem stimmungsgeladenen Maitanz umrahmt von den "Huraxdax" beendet.
2008 wird der nächste Maibaum aufgestellt!
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